News /  & Leichtathletik

Rekordbeteiligung und Glanzleistungen: Der 31. Jedermann-Zehnkampf 2025 begeistert Bad Nauheim

Riege der LSC‘ler
Jan Mörler beim Stabhochsprung
Harry Weisskirchen und Jens Schulze im Gespräch

Es war ein Wochenende, das in Erinnerung bleibt: Der 31. Jedermann-Zehnkampf verwandelte das Bad Nauheimer Waldstadion in ein pulsierendes Zentrum voller Energie, Emotionen und sportlicher Leidenschaft. Mit 150 Teilnehmenden wurde ein neuer Rekord aufgestellt – ein klares Zeichen dafür, wie sehr dieses Event Menschen bewegt, verbindet und inspiriert.

Zwei Tage lang kämpften Sportbegeisterte aller Altersklassen in den klassischen Disziplinen des Zehnkampfs – nicht nur um Punkte, sondern um persönliche Grenzen, um Gemeinschaft und um das Gefühl, Teil von etwas Großem zu sein. Die Veranstaltung wurde getragen von einem beeindruckenden Gemeinschaftsgeist, der sich nicht nur unter den Teilnehmenden, sondern auch bei den zahlreichen Helferinnen, Kampfrichterinnen und Organisator*innen zeigte.

Emotion trifft Leistung

Die sportlichen Leistungen waren ebenso beeindruckend wie die Stimmung. Sebastian Strenkert von Eintracht Frankfurt setzte mit 6.783 Punkten ein echtes Ausrufezeichen.

Auch Tim Siegert begeisterte das Publikum: Die 100 Meter sprintete er in 11,55 Sekunden, bevor er sich im Stabhochsprung über herausragende 3,80 Metern schwang.

Im Weitsprung lieferten sich Tristan Rühl und Lennart Wehrum ein packendes Duell, das beide mit 6,14 Metern abschlossen. Die Begeisterung war groß, als Kathrin Sigel mit 5,22 Metern die beste weibliche Weite des Tages erzielte.

Die Wurfdisziplinen waren fest in der Hand von Sarah Tretter, die mit 12,36 Metern im Kugelstoß, 35,34 Metern im Diskuswurf und 33,47 Metern im Speerwurf gleich dreifach glänzte.

Auch die Laufdisziplinen sorgten für Gänsehautmomente: Manuel Christof flog über die Stadionrunde und lief die 400 Meter in 52,56 Sekunden, während Lucas Meyer mit 4:10,61 Minuten über 1.500 Meter eine Zeit hinlegte, die selbst Profis Respekt abverlangt. Als Sandra Teller mit 4:54,46 Minuten ins Ziel kam, wurde sie von ihrer Trainingsgruppe mit offenen Armen empfangen – ein Bild, das für den Geist dieser Veranstaltung steht.

Über die Hürden zeigte Lennart Wehrum mit 16,42 Sekunden über 110 Meter seine Klasse, dicht gefolgt von Yvonne Vogel, die die 100 Meter Hürden in 16,77 Sekunden meisterte – beide mit beeindruckender Technik.

Im Hochsprung setzte Miron Gots mit 1,85 Metern ein starkes Zeichen, während Greta Rumpf mit 2,70 Metern im Stabhochsprung die beste weibliche Leistung zeigte – begleitet von begeistertem Applaus und einem spontanen „Wow!“ aus dem Publikum.

Benedict Michel ließ im Diskuswurf mit 47,84 Metern die Scheibe fliegen, und Moritz Behret schleuderte den Speer auf 55,72 Meter.

Auch die Athletinnen und Athleten des heimischen LSC Bad Nauheim wussten zu überzeugen. So schloss Jan Mörler seinen Zehnkampf in der Altersklasse der männlichen Jugend U18 als Zweiter ab. Dabei schaffte er gleich drei persönliche Bestleistungen im Weit- und Hochsprung sowie über 1.500m Trainingspartner Jonas Wintershoff belegte in der Schlussabrechnung bei den Männern den Bronzerang und verbesserte sich im Weit- und Stabhochsprung. Für die 14 Jahre alten Zwillinge Pia Lotta und Sarina Kratz war ihr erster Zehnkampf in der Paarwertung ein besonderes Erlebnis. Motivation genug, der Leichtathletik mit Spaß erhalten zu bleiben.

Die begehrten Wanderpokale für die Teilnehmer-stärksten Teams gingen in diesem Jahr nach Gau-Algesheim, an das Peter-Joerres-Gymnasium Bad Neuenahr und an den Gastgeber den LSC Bad Nauheim.

Und dann gab es da noch die bei den Kleinsten heiß ersehnten Kinderläufe. Traditionell dürfen sich die Kleinsten bei einer Sprint-Einlage über 50m und der Bambini-Runde über die Stadionrunde ausprobieren. Ein Spektakel für die 32 gemeldeten Kinder und deren Eltern, auch in diesem Jahr mit Rekordbeteiligung.

Gemeinschaft, Charme und perfekte Organisation

Wettkampfleiter Harry Weisskirchen und sein Team sorgten für einen reibungslosen Ablauf, der bei dieser Teilnehmerzahl alles andere als selbstverständlich war. Mit viel Herzblut und Präzision wurde jede Disziplin liebevoll betreut.

Moderator Jens Schulze führte mit Charme, Witz und einem feinen Gespür für die emotionalen Momente durch die beiden Wettkampftage und die Kinderläufe. Seine Kommentare brachten die Zuschauer zum Lachen, zum Mitfiebern – und manchmal auch zum Nachdenken. Als er bei der Siegerehrung sagte: „Ihr seid alle Sieger“, war das kein Spruch – es war die Wahrheit.

Ein Fest für Bad Nauheim – und für den Sport

Die große Siegerehrung am Sonntagabend wurde zum emotionalen Höhepunkt: Umarmungen und stolze Blicke – ein Moment, der zeigte, was Leichtathletik in Bad Nauheim bedeutet. Das erkannte auch Armin Kreuder, der als Vertreter des Magistrats der Stadt Bad Nauheim die Siegerehrung begleitete. Die Rekordbeteiligung war dabei nicht nur ein organisatorischer Erfolg, sondern ein starkes Zeichen für die Lebendigkeit des Sports insgesamt in der Region.

Der Jedermann-Zehnkampf in Bad Nauheim ist mehr als ein Wettkampf. Er ist ein Fest der Bewegung, der Begegnung und der Begeisterung – und er hat einmal mehr bewiesen, dass Sport Menschen verbindet, inspiriert und über sich hinauswachsen lässt.

Harry Weisskirchen
15.09.2025